Jeder Aufbruch beginnt mit einem ersten Schritt

Das Beitragsbild zu meinem ersten Artikel habe ich bei einer meiner morgendlichen Waldrunden aufgenommen. Als ich mir das Foto später nochmal ansah, dachte ich an Aufbruch.

Die aufgehende Sonne, der Weg, der vor mir liegt – du erkennst die Richtung, weißt aber nicht, was dich hinter dem Horizont erwartet. Das hat tatsächlich etwas von meinem Leben, wie es sich gerade anfühlt.

Tja, nun sitze ich hier und schreibe also meinen ersten Beitrag für diesen Blog. Ich schaue in den Monitor, werde ganz ruhig und leise flüstert mir dann ein Gedanke zu:

Mensch Peter, echt jetzt? Es gibt es doch schon so viele Blogs. Kann ich da wirklich noch etwas beitragen? Interessiert sich überhaupt jemand für meine Gedanken?

So klingt es, wenn sich mein innerer Kritiker zu Wort meldet. Er ist zuverlässig zur Stelle und hört eigentlich nie auf zu quatschen.

Und das darf er auch. Schließlich begleitet er mich schon lange und meint es eigentlich sogar gut mit mir. Er möchte mich beschützen, unnötige Risiken vermeiden und mich gut behütet in meiner gemütlichen Komfortzone wissen.

Blöderweise wird es dort auf Dauer ziemlich eintönig.

Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, müssen wir deshalb hin und wieder etwas wagen, das sich zunächst ungewohnt anfühlt. Wir betreten Neuland, machen neue Erfahrungen und stellen vielleicht irgendwann fest, dass das, was uns vorher noch verunsichert hat, ganz selbstverständlich geworden ist.

Aber warum erzähle ich euch das?

Nach vielen Jahren in meinem Berufsleben beschäftige ich mich heute intensiv mit Veränderungen, neuen Perspektiven und der Frage, was wirklich wichtig ist. Ich begann, alte Gewohnheiten zu hinterfragen, und spürte gleichzeitig, wie viel Leben darin steckt, sich noch einmal auf etwas Neues einzulassen.

Ich weiß absolut noch nicht, wohin mich dieser Weg genau führen wird. Aber ich lerne gerade, ein wenig mehr loszulassen.

Viele Jahre war Kontrolle für mich essenziell – vermutlich eine Art Berufskrankheit. Heute versuche ich Schritt für Schritt, mehr Vertrauen zuzulassen. Mittlerweile habe ich auch erkannt, dass man nicht immer die gesamte Strecke kennen muss, bevor man losgeht.

Manchmal reicht es, den ersten Schritt zu wagen und neugierig zu bleiben.

Denn erst wenn wir losgehen, entdecken wir Möglichkeiten, die uns vorher noch verborgen waren.

Genau davon soll dieser Blog erzählen: von Erfahrungen, Erkenntnissen, Umwegen, neuen Ideen und dem Mut, auch mit fast sechzig Jahren noch einmal Neuland zu betreten.

Ein Gedanke dazu bringt es für mich besonders schön auf den Punkt:

Der sicherste Ort für ein Schiff ist der Hafen. Aber dafür wurde es nicht gebaut.

Frei nach John A. Shedd

Peter